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Shumona Sinha

vom 01.07.2016 – 30.11.2016

Shumona Sinha
  • Herkunft: Frankreich
  • Jahrgang: 1973
  • Letzte Veröffentlichung:
    Erschlagt die Armen! (Nautilus, 2015 – übersetzt von Lena Müller) (frz. Assommons les pauvres! éditions de l’Olivier, 2011)
    Calcutta (éditions de l'Olivier, 2014)
    Fenêtre sur l’Abîme (éditions de La Différence, 2008)
  • Auszeichnungen:
    Internationaler Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2016 (für «Erschlagt die Armen!»), Prix Valéry Larbaud (für «Erschlagt die Armen!»), Prix du Roman Populiste (für «Erschlagt die Armen!»), Shortlist Prix Renaudot (mit «Erschlagt die Armen!»), Shortlist Prix Médicis (mit «Erschlagt die Armen!»)

Shumona Sinha und ihre Übersetzerin Lena Müller haben soeben den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt 2016 für den aus dem französischen übertragenen Titel 'Erschlagt die Armen!' bekommen. Wir gratulieren herzlichst!

«Es war im Übrigen untersagt, das Wort Elend auch nur in den Mund zu nehmen. Es brauchte einen edleren Grund, einen, der politisches Asyl rechtfertigte. Weder das Elend noch die sich rächende Natur, die ihr Land zerstörte, konnten ihr Exil, ihre verzweifelte Hoffnung auf Leben rechtfertigen. Kein Gesetz erlaubte ihnen die Einreise in dieses Land Europas, wenn sie keine politischen oder religiösen Gründe vorbrachten, wenn sie keine sichtbaren Spuren einer Verfolgung an sich nachweisen konnten. Also mussten sie die Wahrheit verstecken, vergessen, verlernen und eine neue erfinden.» aus: «Erschlagt die Armen!»

 

 

 

Fiktion und Zeugenschaft

Shumona Sinha, geboren 1973 in Kalkutta, lebt seit 2001 in Paris. An der Sorbonne schloss sie ihren Magister in Literaturwissenschaft ab. Von 2001 bis 2008 arbeitete Sinha als Lehrerin für Englisch an weiterführenden Schulen; ab 2009 war sie als Dolmetscherin aus dem Bengalischen für Asylsuchende tätig. Nach der Veröffentlichung von «Erschlagt die Armen!» 2011 verlor sie ihre Arbeit bei der französischen Migrationsbehörde. Ende 2013 erschien ihr dritter Roman «Calcutta», ebenfalls vielfach ausgezeichnet. Sie veröffentlichte mehrere Gedichtbände auf Französisch und Bengalisch. 2008 erschien ihr erster Roman «Fenêtre sur l’ Abîme».

 
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