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Bae Suah

vom 01.07.2018 – 31.12.2018

Bae Suah
  • Herkunft: Südkorea
  • Jahrgang: 1965
  • Letzte Veröffentlichung:
    Snake and Water, Seoul 2017 (bisher nur im koreanischen Original)
  • Auszeichnungen:
    2003 Hankook Ilbo-Literaturpreis
    2004 Tongsŏ-Literaturpreis

«Sie hatte bereits mehrfach daran gedacht, zu den Häusern zurückzukehren, die sie einst verlassen hatte. Wenn man über den sandigen Hof ging, auf dem die Grashüpfer mit ihren durchsichtigen Körpern umhersprangen, und sich dem Betongebäude näherte, das starr und fest und von Löchern durchsiebt wie erkaltetes Brot dastand, konnte man durch das Fenster in die Wohnung im Erdgeschoss sehen, wo eine Glühbirne aus einem kalten metallenen Lampenschirm heraus ein orangefarbenes Licht verbreitete.» Aus: Die niedrigen Hügel von Seoul, aus dem Koreanischen von Jan Dirks

 

 

 

«Eine der radikalsten und experimentellsten Schriftstellerinnen Koreas»

Nach ihrem Chemiestudium arbeitete Bae Suah – in Korea wird zuerst der Familien-, dann der Vorname genannt – zunächst als staatliche Beamte am Flughafen. Nach ihrem Debüt 1993 mit der Kurzgeschichte «The Dark Room of Nineteen Eighty-Eight» veröffentlichte sie mehrere Romane und Kurzgeschichten. Zudem war sie für zahlreiche Übersetzungen aus dem Deutschen verantwortlich, darunter Werke von W.G. Sebald, Franz Kafka und Jenny Erpenbeck. Sie hat 2003 den Hanguk Ilbo Literaturpreis und 2004 den Tongseo Literaturpreis erhalten. Ihr Roman «Nowhere to be Found» war in der engeren Wahl des «PEN Translation Prize» und des «Best Translated Book Award». Bae Suah wurde als «eine der radikalsten und experimentellsten Schriftstellerinnen Koreas» beschrieben.

 
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