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Ken Bugul

vom 01.07.2017 – 31.12.2017

Ken Bugul
  • Herkunft: Senegal
  • Jahrgang: 1947
  • Letzte Veröffentlichung:
    «Die Nacht des Baobab» (Unionsverlag 2016, 10. Auflage)
  • Auszeichnungen:
    2000 Grand Prix Littéraire de l’Afrique Noire für den Roman «Riwan ou le Chemin de Sable»; 2012 Ehrentitel Officier des Arts et des Lettres de la République Française

«Ach, das Singen der Zikaden im Dickicht dieser Hitze, ein schriller Unterton, der
diese Atmosphäre aus Glut, Rhythmus und Tanz durchzitterte. Der Friede war gestört. Dieser durchdringende Schrei unter dem Baobab! Der Esel spitzte die Ohren, der Hahn plusterte sich auf den Kamm noch roter, noch eitler. Ich stopfte mir die Bernsteinperle noch tiefer ins Ohr.» (Aus: die Nacht des Baobab)

 

 

 

«Herausragende Stimme der frankophonen Literatur Westafrikas»

Ken Bugul, geboren 1947 als Mariétou Mbaye, studierte moderne Sprachen, Kommunikation und Betriebswirtschaft in Senegal und Belgien. Ihr Künstlername kommt aus ihrer Muttersprache Wolof (Senegals Umgangssprache) und bedeutet so viel wie «eine, die unerwünscht ist». Von 1986 bis 1993 arbeitete sie für die NGO IPPF (International Planned Parenthood Federation) in Kenia, Togo und im Kongo. Heute lebt und arbeitet sie im Senegal.

1982 debütierte Ken Bugul mit dem autobiografischen Bericht «Le Baobab Fou». Das Buch zählt zu den wichtigsten Dokumenten der frankophonen Literatur Westafrikas der 1980er-Jahre. Seither veröffentlichte Bugul zahlreiche Romane, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Ihr Werk zeichnet sich durch eine hochliterarische Sprache aus, die mit den Rhythmen und den gedanklichen Grundstrukturen des Wolof dicht verwoben sind. 2013 entstand der Dokumentarfilm «Ken Bugul, Personne n’en veut» der Schweizer Regisseurin Silvia Voser.

 
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