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Ángela Pradelli

vom 01.06.2012 – 30.11.2012

Ángela Pradelli
  • Herkunft: Argentinien
  • Jahrgang: 1959
  • Letzte Veröffentlichung:
    Combi, Buenos Aires: Emecé, 2008
  • Auszeichnungen:
    1999: 1. Preis des interamerikanischen Erzählwettbewerbs der Fundación Avon
    2002: Premio Emecé de Novela
    2004: Premio Clarín für Romanliteratur.

«Die Ankleidepuppe lag neben ein paar leeren Kartons auf dem Bürgersteig. Antonio sah sie, als er eines Nachmittags aus der Bank kam. Er zögerte und beschloss schliesslich, sie mit nach Hause zu nehmen. Als er die Station Constitución erreichte, bemerkte er, dass fast alle ihn anstarrten, aber eine Ankleidepuppe liess sich ja schwer verstecken. Im Zug, der ihn nach Temperley bringen würde, überraschte ihn dann, dass ihm eigentlich ein Fahrschein für die Ankleidepuppe fehlte, und er genierte sich, dem Schaffner nur einen zu reichen, als fehlte ihm tatsächlich ein zweiter.» Aus: «Alicia», Erzählung aus der Anthologie «Die Nacht des Kometen», hrsg. von Marion Dick, Verlag edition 8, 2010

 

 

 

Die Schönheit des Unbedeutenden

Ángela Pradelli wurde 1959 in Buenos Aires geboren. Sie lebt in Buenos Aires als Journalistin, Autorin und Dozentin. Seit 2009 koordiniert Pradelli ausserdem den Plan Nacional de Lectura in der Region Buenos Aires und setzt sich dabei für die Förderung einer Lesekultur in den Schulen ein. Ihr Werk umfasst Gedichte, Erzählungen und Romane. Zudem tritt Pradelli als Publizistin in verschiedenen Zeitungen in Erscheinung, zum Beispiel schreibt sie für die Tageszeitungen Clarín und Página. Einige ihrer Erzählungen wurden in verschiedenen Anthologien publiziert. Im Herbst 2012 erscheint auf Deutsch «Das Haus meines Vaters» (Rotpunkt Verlag 2012).

 
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